Restart bei Kuno-Fortbildungen

Leipziger Lehrerseminar

Es geht endlich wieder los: PlasticsEurope Deutschland darf die Präsenz-Lehrerfortbildungen zu Kunos coole Kunststoff-Kiste fortsetzen. Das Experimentierset für Grundschulen kann jetzt wieder bundesweit im direkten Austausch mit anderen Lehrkräften kennen gelernt werden.

Erste Station nach der pandemiebedingten Pause war nun Leipzig. Bis auf die neu dazu gekommenen Hygiene- und Abstandsregeln blieb beim Ablauf alles beim Alten: Im Zentrum der Seminare steht weiterhin, dass die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer so viel Zeit wie möglich für das Ausprobieren der fünf Kunststoff-Experimente haben. Drumherum ist genug Zeit eingeplant für Fragen zu den Versuchsanordnungen, Begleitheften und etwaigen Stolpersteinen bei der Umsetzung.

Tanja Rühl von PlasticsEurope Deutschland beim Kuno-Seminar des Chemiefortbildungszentrums Leipzig

Hochschule und KUZ arbeiten Hand in Hand

So lief es auch in Leipzig, wo PlasticsEurope zum Restart nach der „Coronapause“ beim dortigen Chemielehrer-Fortbildungszentrum zu Gast war – nicht zum ersten Mal übrigens, läuft doch die Zusammenarbeit mit der sächsischen Hochschule bereits seit einigen Jahren.

Veranstaltungsort war dieses Mal das Kunststoff-Zentrum Leipzig (KUZ). Dadurch bekamen die TeilnehmerInnen auch gleich weitere Einblicke in die Kunststoff-Verarbeitung. So durften die Lehrkräfte in den Laboren des KUZ selbst Kunststoffe be- und verarbeiten – die perfekte Ergänzung zu den praxisorientierten Kuno-Experimenten mit Superabsorber, Mini-Kläranlage und Folienvielfalt.

Mehr als „nur“ Kuno

Da in dem östlichen Bundesland die Primarstufe bis zu Klasse 6 geht, kam neben dem Kuno-Set auch die Kunststoff-Probensammlung von PlasticsEurope zum Einsatz. Diese für die Sekundarstufe vorgesehene Ergänzung zum Schulbuch „Kunststoffe – Werkstoffe unserer Zeit“ half dabei, die vielfältigen Eigenschaften und Formen des Materials vertiefend kennen zu lernen. So erfüllte sich am Ende des Tages der Anspruch des Fortbildungszentrums, LehrerInnen bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, ihnen Anregungen für den Unterricht zu geben und eigene Erfahrungen mit neuen Experimenten zu ermöglichen.

Informationen zum Fortbildungsangebot rund um Kunos coole Kunststoff-Kiste bietet die Terminübersicht.

Alle Infos zum umfangreichen Schulangebot der Kunststofferzeuger in Deutschland über das Kuno-Experimenteset hinaus gibt es auf der PlasticsEurope-Webseite.

Interview mit der Kuno-Schöpferin

Seit mehreren Jahrzehnten engagiert sich PlasticsEurope Deutschland, der Verband der Kunststofferzeuger, mit eigenen Schulmaterialien in der MINT-Bildungsarbeit. So auch mit dem Experimentierset für Grundschulkinder, Kunos coole Kunststoff-Kiste. In einem Interview mit PlasticsEurope Deutschland wirft Kuno-Schöpferin Gisela Lück, Professorin für Chemiedidaktik, gemeinsam mit Dr. Ingo Sartorius, komm. Hauptgeschäftsführer des Verbands, einen genaueren Blick auf die Idee hinter Kuno sowie auf seine Erfolge und weitere Potenziale.

Begeisterung für Chemie wecken

Ein Blick, der sich lohnt – denn lange klaffte eine große Lücke im Schulbildungssystem. Weltweit folgten die wichtigen Bildungsakteure der Ansicht des führenden Pädagogen Jean Piaget. Dieser argumentierte, Chemie und Physik seien erst vermittelbar, wenn die Lernenden abstrakt denken können. Die logische Konsequenz: Die Fächer haben in der Grundschule keinen Platz. Mit fatalen Folgen für den Zugang der Kinder zu den Naturwissenschaften, denn statt das Interesse zu fördern, hielt man sie von MINT-Themen bewusst fern.

„Mir war es aber wichtig, dass wir den Sachunterricht erweitern und die Beliebtheit für die Chemie früher fördern“, sagt Prof. Dr. Gisela Lück im Kuno-Interview. Das traf auf den Verband der Kunststofferzeuger ebenfalls zu, der nach der ersten Pisa-Studie im Jahr 2000 zusätzlichen Rückenwind für das Kuno-Projekt sah, erinnert sich Dr. Ingo Sartorius: „Als Folge wuchs in Deutschland die Erkenntnis, dass es zu spät ist, junge Menschen erst mit Beginn der 7. Klasse intensiv mit der ersten Naturwissenschaft vertraut zu machen.“

Sternstunde für MINT-Experimente

Ganz im Gegenteil sei die Grundschulzeit sogar eine der wichtigsten Zeiten für naturwissenschaftliche Experimente, so Prof. Dr. Gisela Lück: „Alles, was wir mehrgleisig lernen, ist besser zu behalten. Diese Aufnahme von Inhalten – akustisch, optisch und haptisch – macht das Erlebte unvergesslich. Bei Kindern in der Grundschule trifft das sogar noch viel stärker zu, da sie sich in dem Alter in der Phase des Werksinns befinden. Und sie werken nicht nur irgendwie; sie wollen es gut machen und auch Anerkennung erhalten. Das ist die Sternstunde für ein Experiment.“

Hierdurch verbinden die Kinder das Fach Chemie von Beginn an mit erfolgreichem eigenen Tun und entwickeln im besten Fall schon früh eine Begeisterung für die Naturwissenschaften. Ein guter Grundstein, wenn es darum geht, unsere Welt als Wissenschaftler oder Fachkraft von übermorgen einmal selbst aktiv mitzugestalten!

Als Teil der Pressemappe von PlasticsEurope zum Engagement des Verbands für beste MINT-Bildung in Deutschland, ist das ganze Interview mit vielen weiteren interessanten Kuno-Hintergründen online verfügbar.

Kuno-Schulung erstmals digital

Neuland für Kunos coole Kunststoff-Kiste

Die Experimente aus Kunos coole Kunststoff-Kiste leben davon, dass man sie selbst durchführt und eigenhändig die faszinierende Vielseitigkeit von Kunststoffen erleben kann. Deshalb bietet der Verband der Kunststofferzeuger das Experimentierset seit mittlerweile fast 20 Jahren nicht nur online zum Versand an, sondern gibt im ganzen Bundesgebiet Kuno-Seminare und Lehrerfortbildungen. 

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Kuno-Webseite im neuen Gewand

Es ist soweit: Am 10. August 2020 ging die neue Webseite zum Experimentierset Kunos coole Kunststoff-Kiste an den Start. Auf der Onlinepräsenz dreht sich alles um die fünf spannenden Kunststoff-Experimente, mit denen Grundschulkinder ihre Begeisterung für die Naturwissenschaften entdecken können. Erklärvideos und Anleitungen bieten anschauliche Informationen für Lehrkräfte, für Pädagogen anderer Bereiche und für viele weitere Interessierte. Zudem stehen zukünftig auch generelle Themen rund um die Bedeutung und Förderung der MINT-Fächer (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) im Blickpunkt des frisch gestarteten Webauftritts.

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Schularbeit 2020 – wie geht es weiter?

Materialien weiter gefragt

Auf der Welt befindet sich derzeit so einiges im Wartestand – doch auch in diesen Zeiten setzt PlasticsEurope Deutschland alles daran, sein erfolgreiches Schul- und Bildungsprogramm bestmöglich fortzuführen. So werden Bestellungen von Schulen und weiteren Organisationen für Schulmaterialien wie das Experimentierset Kunos coole Kunststoff-Kiste weiterhin angenommen und bearbeitet. Die Bestellungen werden versendet, sobald alle Bundesländer wieder den Schulbetrieb aufgenommen haben.

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Jetzt auch Schweiz: Kuno immer internationaler

Längst gibt es das Kuno-Experimentierset nicht mehr nur auf Deutsch. Auch in Polen und Italien haben dortige SchülerInnen die Chance, die Kunststoffversuche in ihren jeweiligen Landessprachen auszuprobieren. 2016 kam mit Ollys cool box of Plastics ein englischer Kuno dazu, jüngst stand die Schweiz auf dem Programm, um Kunos coole Kunststoff-Kiste kennenzulernen.

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MINT-Experimente im Wiesbadener Landtag

Schulen, Unternehmen und Verbände mit tollen Projekten

Bereits zum 16. Mal veranstaltete das Netzwerk Schule Wirtschaft eine MINT-Messe für hessische Schulen. Austragungsort war diesmal der Landtag in Wiesbaden, der Schwerpunkt lag – wie der Name der Messe bereits sagt – auf Projekten aus der Welt der Mathematik, Informatik, den Naturwissenschaften und der Technik.

MINT-Messe im Landtag von Wiesbaden
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Lehrerkongress nimmt Naturwissenschaften ins Visier

MINT-Fachkräfte für den Fortschritt

Mobilität, Kommunikation, Ernährung: In vielen Dingen sind die Naturwissenschaften entscheidende Treiber für Fortschritt, Innovation und mehr Lebensqualität. Mit Blick auf die neuesten Herausforderungen gilt zudem: Es braucht Naturwissenschaftler, die dabei helfen, die heutigen und zukünftigen Aufgaben des Klimawandels zu bewältigen – und daher auch möglichst viel MINT-Nachwuchs, der auch künftig in Richtung einer nachhaltigen und umweltverträglichen Zukunft forschen kann.

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MINT-Experimente für Schulen auf der Kunststoffmesse

Sonderschau „Plastics shape the future“

Vom 16. bis 23. Oktober hatte die Weltleitmesse für Kunststoffe K 2019 nach Düsseldorf geladen. Wichtiger Anlaufpunkt in dieser Zeit war die Sonderschau Plastics shape the future der deutschen Kunststoffindustrie unter Federführung von PlasticsEurope Deutschland und Messe Düsseldorf. Alle wichtigen Themen der Branche wurden hier adressiert, darunter neben Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung auch die Stärkung von MINT-Themen in Schulen, um die Fachkräfte von morgen zu gewinnen.

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10 Jahre Laborführerschein im Deutschen Museum

Experimentieren im Museum

Längst sind Schulen nicht mehr alleine auf weiter Front, wenn es darum geht, Fertigkeiten in Mathe und den Naturwissenschaften an den Nachwuchs, sprich, unsere Kinder zu bringen. Zahlreiche naturwissenschaftlich geprägte Museum helfen mit: Durch spezielle Experimentiereinheiten, durch MINT-Schnupperkurse oder, wie das Deutsche Museum in Bonn, mittels Laborführerscheinen.

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