12, Juni 2017
Anfassen, Ausprobieren, Experimentieren: Seit Samstag wird in Hannover getüftelt, was das Zeug hält. Bis zum 18. Juni ist die IdeenExpo in der Stadt und lädt Schüler und Jugendliche auf dem Messegelände zu naturwissenschaftlichen Experimenten ein. Ob Versuche mit Robotern, handwerkliches Metallgießen oder das Testen von verschiedenen Kunststofffolien: Neun Tage lang präsentieren Industrie und Handwerk, Arbeitgeber und Unternehmensverbände, Hochschulen und Bundesministerien rund 650 Mitmach-Exponate und 700 Workshops. Ziel des Großereignisses, bei dem mit mehr als 300.000 Besuchern gerechnet wird, ist der Kampf gegen den Fachkräftemangel. Die IdeenExpo möchte dafür wieder den Forschergeist in Kindern und Jugendlichen wecken und sie für Berufe in den Bereichen Physik, Biologie, Mathematik und Informatik, kurz MINT, begeistern.

Mitten im Getümmel am Stand der Chemischen Industrie (Halle 9, Stand LA03) ist auch Kunos coole Kunststoff-Kiste dabei: Hier können Schülerinnen und Schüler nach Herzenslust die fünf Kunststoff-Versuche aus dem Koffer ausprobieren. In den ersten Tagen zeigten sich in Hannover nicht nur Kinder, sondern auch Eltern und Erwachsene generell begeistert von den Experimenten, sei es die Kläranlage im Miniformat oder das Herstellen eines Flummis. Über das MINT-Thema hinaus werden aber auch andere gesellschaftliche Anliegen mit der Kuno-Kiste addressiert: So wird unter anderem dafür sensibilisiert, dass Kunststoffe zu schade zum Wegwerfen sind und als wertvoller Rohstoff am Ende ihres Lebensweges verwertet gehören. Und auch die oft geforderte Integration von Kindern mit Migrationshintergrund gelingt mit Kuno häufig „spielend“, wie bei vielen Gesprächen am Rande der Kunststoff-Experimente bestätigt wurde. Selbst Fußballfanfeindschaften ruhten daher in Halle 9 für einen Augenblick, wenn es an das gemeinsame Experimentieren ging.

Beim Auftaktwochenende stürmten bereits tausende Kinder, Jugendliche und Eltern die Schau – nach Angaben der Veranstalter mehr als bei vorangegangenen IdeenExpos -, und auch der Austellungsbereich der Chemie war immer gut besucht. Hier gibt es Details zum Programm der IdeenExpo und weitere Informationen zur Veranstaltung, die noch bis Sonntag, 18. Juni läuft. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
15, Mai 2017
Fachkräfte und Akademiker aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) werden seit Jahren händeringend gesucht. Allein in Deutschland waren Ende April über 400.000 Stellen im MINT-Bereich nicht besetzt. Hier liegt die Arbeitslosigkeit bei Fachkräften mit MINT-Bildung auf einem historischen Tiefstand. Und auch beim Einkommen erzielen Facharbeiter aus dem mathematisch-technischen Bereich höhere Werte als andere Beschäftigte – Tendenz steigend. Fazit: Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen – das gilt für Deutschland, aber auch für andere Teile Europas.
Genau hier setzen die Europäischen Jugend-Debattierwettbewerbe von PlasticsEurope und dem Petrochemieverband EPCA an: In sieben europäischen Ländern diskutieren und argumentieren Jugendliche von April bis September zu MINT-Themen und den Beiträgen von Kunststoff und Petrochemie zu unserem digitalen Zeitalter. Mit der Debattenreihe soll bei Jugendlichen möglichst früh der Spaß und die Begeisterung für naturwissenschaftlich-technische Disziplinen geweckt werden. Im Verbund mit weiteren Initiativen und Projekten der Kunststoffindustrie beispielsweise mit „Kunos coole Kunststoff-Kiste“ soll so die Chance für die Ausbildung zukünftiger Naturwissenschaftler erhöht und damit dem aktuellen Fachkräftemangel im MINT-Bereich entgegengewirkt werden.
Die ersten nationalen Debatten in Deutschland und Spanien sind bereits gelaufen. Die besten drei Schülerinnen und Schüler der jeweiligen nationalen Debatten starten Anfang Oktober beim europäischen Finale im Rahmen der EPCA-Jahrestagung in Berlin. Nächste Station ist am 16. Mai Mailand, wo etwa 80 Jugendliche aus der Lombardei zum Leitmotiv „People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?“ debattieren. Eine Jury aus Vertretern von Industrie, Medien, der Wissenschaft sowie von EPCA und PlasticsEurope bewertet dann die Argumente und „Performance“ der Teilnehmer und kürt die drei Gewinner, die nach Berlin reisen dürfen.

Kunststofferzeuger und EPCA organisieren die Europäischen Jugend-Debattierwettbewerbe bereits das zweite Jahr in Folge: Auch 2016 war Mailand mit dabei, hier sind die damaligen Gewinner kurz nach dem Wettbewerb.
Mehr Informationen zur Debattenreihe gibt es auf den Webseiten von EPCA und PlasticsEurope oder unter www.eydc.eu.
15, Mai 2017
Chemie als Schulfach kann spannend und ganz nah am Leben sein. Die Disziplin kann Neugierde wecken und faszinierendes Wissen vermitteln. Viele engagierte Lehrer versuchen daher, ihre Schüler schon frühzeitig für die Chemie zu begeistern, am besten bereits mit dem Sachkundeunterricht in der Grundschule. Die Lehrkräfte dabei zu unterstützen, ist ein wichtiges Ziel von „Kunos coole Kunststoff-Kiste“. Und dafür beteiligt sich die Schulinitiative der Kunststofferzeuger auch immer wieder an Lehrerkongressen im gesamten Bundesgebiet. Am Donnerstag, 18. Mai, haben Grundschullehrer nun in Bruchsal Gelegenheit, das Kunststoff-Experimentierset direkt kennen zu lernen. Im dortigen Bürgerzentrum findet der Kongress „Experimentieren in der Grundschule“ organisiert von den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg statt. Präsentiert werden zahlreiche Anregungen und Tipps rund um den Sachunterricht, darunter ein „Kuno“-Seminar.
Im Mittelpunkt steht dabei das Experimentieren und Ausprobieren: Wie lässt sich Lust auf Chemie und angrenzende naturwissenschaftliche Fächer machen? Wie funktionieren Schulversuche mit einer ganzen Klasse ? Für welche Klassenstufen sind welche Experimente geeignet? Dazu kommen Expertenvorträge zum Thema Sicherheit, MINT und Science Mobil.
Interesse? Hier geht es zum Programmflyer.

Foto: Chemie-Verbände Baden-Württemberg
10, Mai 2017
Viele Bildungsexperten sehen europäische Schüler schlecht gerüstet für die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt. Digitalisierung und Globalisierung führen dazu, dass sich Bildungsstätten permanent verändern müssen, was nicht immer im Gleichschritt mit dem technischen Wandel geschieht. Um die Jugend von heute dabei zu unterstützen, den Anforderungen einer globalisierten Welt zu genügen, haben der Europäische Petrochemieverband EPCA und der Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope nach 2016 zum zweiten Mal die „European Youth Debating Competition“ (www.eydc.eu) ins Leben gerufen: Ziel der diesjährigen Debattenserie, die in sieben EU-Ländern stattfindet, ist es unter anderem, Jugendliche für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern und die Bedeutung von petrochemischen Erzeugnissen für den digitalen Wandel zu beleuchten.
Den Auftakt der Debattenreihe machte diesmal Deutschland: In Neuss diskutierten etwa 50 Jugendliche zum Leitthema „People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?“ Hier geht’s zum Rückblick. Spanien ist nun die zweite Station auf der Debattenreise: Am 11. Mai entscheidet sich in Tarragona, welche drei spanischen Jugendlichen das Zeug dazu haben, beim Europafinale in Berlin im Rahmen der 51. EPCA-Jahrestagung dabei zu sein. Für Spannung ist auch diesmal wieder gesorgt, zeigte doch bereits die Neusser Debatte, wie engagiert, gut vorbereitet und zielstrebig die Jugend von heute argumentiert und diskutiert.

Konzentrierte Atmosphäre beim deutschen Endausscheid der Jugenddebatte in Neuss
Mehr Informationen zum Europäischen Jugenddebattierwettbewerb von EPCA und PlasticsEurope bietet auf Twitter der Hashtag #youthdebate2017.
3, Mai 2017
Das Thema bot Raum für hitzige Diskussionen: Digitale Welt, Petrochemie und Kunststoff waren die Eckpunkte einer Jugenddebatte in Neuss, an der etwa 50 Jugendliche von 47 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet teilnahmen, und bei der es um Tickets zum Debattierfinale der „European Youth Debating Competition“ (www.eydc.eu) am 1. Oktober in Berlin ging. Im Rheinischen Landestheater in Neuss ging es bei der Argumentation der Teilnehmer oftmals sowohl um hippe Petrochemie- und Kunststoffanwendungen im Smartphone oder in Google Glasses als auch um mögliche Umweltrisiken durch petrochemische Erzeugnisse und Kunststoffprodukte. Das alles erfolgte auf Einladung des Petrochemieverbands EPCA und von PlasticsEurope, dem Verband der Kunststofferzeuger, die damit ihre erfolgreichen Europäischen Jugend-Debattierwettbewerbe aus 2016 fortsetzen.
In Neuss argumentierten die Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 19 Jahren zum Leitmotiv „People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?“. Die Debattenbeiträge waren zugespitzt, emotional und kontrovers, und behandelten zahlreiche Zukunfts-, Nachhaltigkeits- und Umweltthemen. Trotz ihres noch jungen Alters zeigten sich die Jugendlichen erstaunlich gut informiert und vorbereitet. Eine sechsköpfige Jury aus Vertretern von Industrie (BASF, INEOS), Medien (VDI Nachrichten), EPCA und PlasticsEurope hatte schließlich die schwierige Aufgabe, die Argumente und das Auftreten der Teilnehmer zu bewerten und die Entscheidung über die Tagessieger zu fällen.
Schließlich waren es die drei Debattengewinner Henning Locher (im Foto links), Anne Rother und Daniel Ternes, die nun Anfang Oktober zum europäischen Wettbewerbsfinale nach Berlin reisen und dort die deutschen Farben vertreten. Der Debattenhöhepunkt findet dabei im Rahmen der EPCA-Jahrestagung statt, zu der rund 2.800 Wirtschaftsführer und Interessenvertreter aus der petrochemischen Industrie erwartet werden. Bis es soweit ist, folgen auf Neuss demnächst sechs weitere Wettbewerbe in Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien, bevor die jeweiligen Nationensieger im Oktober ihren europäischen Gewinner ermitteln. Unter #youthdebate2017 auf @PlasticsEuropeD gibt es regelmäßig aktuelle Informationen zu der Debattenreihe.

Die drei Gewinner des EYDC in Neuss
25, Apr. 2017
In wenigen Tagen startet die Neuauflage des Europäischen Jugend-Debattierwettbewerbs EYDC (European Youth Debating Competition) vom Europäischen Petrochemieverband EPCA und PlasticsEurope. Der Startschuss fällt in diesem Jahr mit dem deutschen Entscheid in Neuss (Rheinische Landestheater) am 29. April, danach folgen sechs weitere Debatten in Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien, bevor Anfang Oktober in Berlin die europäischen Sieger gekürt werden. Mit der Debattenreihe, die sich an Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 19 Jahren richtet, wollen petrochemische Industrie und Kunststofferzeuger gemeinsam für naturwissenschaftliche Bildung begeistern. Im Mittelpunkt steht für die Verbände aber auch, den Austausch mit und zwischen der europäischen Jugend zu fördern. Das Leitmotiv des diesjährigen Wettbewerbs lautet: „People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?“
Der Verband der Kunststofferzeuger ist bereits mit drei zentralen Angeboten im Bildungsbereich aktiv: dem Grundschul-Experimentierkoffer „Kunos coole Kunststoff-Kiste“, dem Schulbuch „Kunststoffe – Werkstoffe unserer Zeit“ für die Sekundarstufe I sowie der Kunststoff-Probensammlung, mit der Schülerinnen und Schüler die im Buch vorgestellten Experimente selbst durchführen können. Zwischen 2007 bis 2012 veranstalteten die Kunststofferzeuger zudem schon einmal eine sehr erfolgreiche Serie von Debattierwettbewerben. Im vergangenen Jahr wurde dieses Programm dann von EPCA und PlasticsEurope mit einer Reihe von Jugenddebatten in verschiedenen Ländern der EU und einem europäischen Finale in Budapest neu aufgelegt.
Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer von PlasticsEurope Deutschland, zu den Gründen für das gemeinschaftliche Engagement der zwei Verbände: „‚Wir wollen der jungen Generation den Wert von Wissenschaft und Technik vermitteln und junge Menschen dazu bringen, sich mit den Schlüsselfragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Mit den Wettbewerben eröffnen wir zudem die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Schon 2016 hat das toll funktioniert und die Jugendlichen waren ganz engagiert dabei.“ In wenigen Tagen gilt es nun für 60 Jugendliche, die besten Argumente und die richtige Rhetorik zu finden, um die Jury aus Vertretern von Industrie, Medien, NGO sowie von EPCA und PlasticsEurope zu überzeugen. Ganz klar, dass dabei Fragen zur Nachhaltigkeit petrochemischer Erzeugnisse und Kunststoffe genauso im Blickpunkt stehen wie Auswirkungen des digitalen Wandels auf unsere Gesellschaft.
Mehr Infos zur Debattenreihe gibt es unter www.eydc.eu, auf Twitter unter #youthdebate2017 sowie regelmäßig im Newsbereich von www.plasticseurope.de

So sah es 2016 beim Jugend Debattierwettbewerb in Neuss aus