Hannoversche Experimentiergier: IdeenExpo mit gutem Start

Anfassen, Ausprobieren, Experimentieren: Seit Samstag wird in Hannover getüftelt, was das Zeug hält. Bis zum 18. Juni ist die IdeenExpo in der Stadt und lädt Schüler und Jugendliche auf dem Messegelände zu naturwissenschaftlichen Experimenten ein. Ob Versuche mit Robotern, handwerkliches Metallgießen oder das Testen von verschiedenen Kunststofffolien: Neun Tage lang präsentieren Industrie und Handwerk, Arbeitgeber und Unternehmensverbände, Hochschulen und Bundesministerien rund 650 Mitmach-Exponate und 700 Workshops. Ziel des Großereignisses, bei dem mit mehr als 300.000 Besuchern gerechnet wird, ist der Kampf gegen den Fachkräftemangel. Die IdeenExpo möchte dafür wieder den Forschergeist in Kindern und Jugendlichen wecken und sie für Berufe in den Bereichen Physik, Biologie, Mathematik und Informatik, kurz MINT, begeistern.

IdeenExpo 2017 Hannover (2)

Mitten im Getümmel am Stand der Chemischen Industrie (Halle 9, Stand LA03) ist auch Kunos coole Kunststoff-Kiste dabei: Hier können Schülerinnen und Schüler nach Herzenslust die fünf Kunststoff-Versuche aus dem Koffer ausprobieren. In den ersten Tagen zeigten sich in Hannover nicht nur Kinder, sondern auch Eltern und Erwachsene generell begeistert von den Experimenten, sei es die Kläranlage im Miniformat oder das Herstellen eines Flummis. Über das MINT-Thema hinaus werden aber auch andere gesellschaftliche Anliegen mit der Kuno-Kiste addressiert: So wird unter anderem dafür sensibilisiert, dass Kunststoffe zu schade zum Wegwerfen sind und als wertvoller Rohstoff am Ende ihres Lebensweges verwertet gehören. Und auch die oft geforderte Integration von Kindern mit Migrationshintergrund gelingt mit Kuno häufig „spielend“, wie bei vielen Gesprächen am Rande der Kunststoff-Experimente bestätigt wurde. Selbst Fußballfanfeindschaften ruhten daher in Halle 9 für einen Augenblick, wenn es an das gemeinsame Experimentieren ging.

IdeenExpo 2017 Hannover (1)

Beim Auftaktwochenende stürmten bereits tausende Kinder, Jugendliche und Eltern die Schau – nach Angaben der Veranstalter mehr als bei vorangegangenen IdeenExpos -, und auch der Austellungsbereich der Chemie war immer gut besucht. Hier gibt es Details zum Programm der IdeenExpo und weitere Informationen zur Veranstaltung, die noch bis Sonntag, 18. Juni läuft. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.

 

IdeenExpo Hannover: Kuno zwischen Fanta Vier, Cro und Andrea Nahles

Trocken und langweilig ist hier gar nichts: Auch wenn, beziehungsweise gerade weil Chemie und ähnliche naturwissenschaftlich-technische Fächer im Mittelpunkt der neuntägigen IdeenExpo stehen. Vom 10. Juni bis zum 18. Juni findet die Kinder- und Jugend-Messe in diesem Jahr auf dem Hannoveraner Messegelände statt. Erneut ist das vorrangige Ziel der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung, möglichst viele Schüler und Jugendliche für naturwissenschaftlich-technische Themen zu begeistern. Und das hat einen guten Grund: Der Fachkräftenachwuchs droht zum großen Hemmnis für den Innovationsstandort Deutschland zu werden. Nur wenn sich Kinder frühzeitig für naturwissenschaftliche Fächer interessieren, erwachsen daraus die MINT-Absolventen der Zukunft. Grund genug für Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, die Messe am Samstag persönlich zu eröffnen – und dabei sicherlich auch das eine oder andere Wort zur Bedeutung von MINT im heutigen Schulunterricht fallen zu lassen.

Zur diesjährigen IdeenExpo, die als größte Veranstaltung ihrer Art bundesweit gilt, werden über dreihundertausend Besucher erwartet. Mehr als 250 Unternehmen, Schulen, Verbände und Hochschulen wecken mit mehr als 650 spannenden und lehrreichen Mitmach-Exponaten auf rund 100.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Lust auf Naturwissenschaften und Technik. Neben vier Bundesministerien ist auch der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit dabei, und zwar unterstützt durch die Kunststofferzeuger, die in Hannover ihre fünf Kunststoff-Experimente aus Kunos coole Kunststoff-Kiste präsentieren – wie immer anschaulich und praxisnah. Am sogenannten Mitmachtisch des VCI Nord in Halle 9, Stand LA03 wird es dabei zum Start am Samstag vor allem um den Absorber-Versuch und den Flummi „Max Borax“ gehen. Als besonders Highlight darf jede halbe Stunde ein Besucherkind das Sturzhelmexperiment mit einem Ei selbst auf dem Podium des Standes durchführen – und so die Schutzwirkung eines Fahrradhelmes demonstrieren.

Die Möglichkeiten, die sich durch alltagsnahe Experimente im Unterricht ergeben, sind enorm: Eigenständige Versuche fördern das Verstehen, erleichtern das Lernen und bilden das Fundament für eine gute Grundausbildung. Genau das soll durch Kunos coole Kunststoff-Kiste in Grundschulklassen gefördert werden und findet in Hannover hoffentlich reichlich Zuspruch. Darüber hinaus sind auf der IdeenExpo auch die Materialien der Kunststofferzeuger für die Sekundarstufe ausgestellt, sowohl der Schulbuch-Klassiker „Kunststoffe – Werkstoffe unserer Zeit“ wie die darauf aufbauende Kunststoff-Probensammlung.

Wer nach all dem Experimentieren und Ausprobieren in den Messehallen Lust auf weitere Kurzweil hat, findet diese im umfangreichen Rahmenprogramm der IdeenExpo: An den Wochenenden finden Live-Konzerte mit Top Acts wie Glasperlenspiel, Fanta Vier, Cro und Culcha Candela statt. Der bekannte TV-Moderator Ranga Yogeshwar moderiert täglich eine Show auf der IdeenExpo mit dem Titel „Wissen LIVE“. Dort begrüßt er unter anderem den deutschen Astronauten Thomas Reiter sowie den Musikproduzenten Mousse T.

Der Eintritt zur Veranstaltung vom 10. bis zum 18. Juni sowie zu den Konzerten ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite zur IdeenExpo.

IdeenExpo 2017

 

Gegen den Fachkräftemangel: Jugendliche debattieren zu Petrochemie und Kunststoff

Fachkräfte und Akademiker aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) werden seit Jahren händeringend gesucht. Allein in Deutschland waren Ende April über 400.000 Stellen im MINT-Bereich nicht besetzt. Hier liegt die Arbeitslosigkeit bei Fachkräften mit MINT-Bildung auf einem historischen Tiefstand. Und auch beim Einkommen erzielen Facharbeiter aus dem mathematisch-technischen Bereich höhere Werte als andere Beschäftigte – Tendenz steigend. Fazit: Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen – das gilt für Deutschland, aber auch für andere Teile Europas.

Genau hier setzen die Europäischen Jugend-Debattierwettbewerbe von PlasticsEurope und dem Petrochemieverband EPCA an: In sieben europäischen Ländern diskutieren und argumentieren Jugendliche von April bis September zu MINT-Themen und den Beiträgen von Kunststoff und Petrochemie zu unserem digitalen Zeitalter. Mit der Debattenreihe soll bei Jugendlichen möglichst früh der Spaß und die Begeisterung für naturwissenschaftlich-technische Disziplinen geweckt werden. Im Verbund mit weiteren Initiativen und Projekten der Kunststoffindustrie beispielsweise mit „Kunos coole Kunststoff-Kiste“ soll so die Chance für die Ausbildung zukünftiger Naturwissenschaftler erhöht und damit dem aktuellen Fachkräftemangel im MINT-Bereich entgegengewirkt werden.

Die ersten nationalen Debatten in Deutschland und Spanien sind bereits gelaufen. Die besten drei Schülerinnen und Schüler der jeweiligen nationalen Debatten starten Anfang Oktober beim europäischen Finale im Rahmen der EPCA-Jahrestagung in Berlin. Nächste Station ist am 16. Mai Mailand, wo etwa 80 Jugendliche aus der Lombardei zum Leitmotiv „People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?“ debattieren. Eine Jury aus Vertretern von Industrie, Medien, der Wissenschaft sowie von EPCA und PlasticsEurope bewertet dann die Argumente und „Performance“ der Teilnehmer und kürt die drei Gewinner, die nach Berlin reisen dürfen.

EYDC 2016 Mailand-Gewinner

Kunststofferzeuger und EPCA organisieren die Europäischen Jugend-Debattierwettbewerbe bereits das zweite Jahr in Folge: Auch 2016 war Mailand mit dabei, hier sind die damaligen Gewinner kurz nach dem Wettbewerb.

Mehr Informationen zur Debattenreihe gibt es auf den Webseiten von EPCA und PlasticsEurope oder unter www.eydc.eu.

Lehrerkongress zum „Experimentieren in der Grundschule“ in Bruchsal

Chemie als Schulfach kann spannend und ganz nah am Leben sein. Die Disziplin kann Neugierde wecken und faszinierendes Wissen vermitteln. Viele engagierte Lehrer versuchen daher, ihre Schüler schon frühzeitig für die Chemie zu begeistern, am besten bereits mit dem Sachkundeunterricht in der Grundschule. Die Lehrkräfte dabei zu unterstützen, ist ein wichtiges Ziel von „Kunos coole Kunststoff-Kiste“. Und dafür beteiligt sich die Schulinitiative der Kunststofferzeuger auch immer wieder an Lehrerkongressen im gesamten Bundesgebiet. Am Donnerstag, 18. Mai, haben Grundschullehrer nun in Bruchsal Gelegenheit, das Kunststoff-Experimentierset direkt kennen zu lernen. Im dortigen Bürgerzentrum findet der Kongress „Experimentieren in der Grundschule“ organisiert von den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg statt. Präsentiert werden zahlreiche Anregungen und Tipps rund um den Sachunterricht, darunter ein „Kuno“-Seminar.

Im Mittelpunkt steht dabei das Experimentieren und Ausprobieren: Wie lässt sich Lust auf Chemie und angrenzende naturwissenschaftliche Fächer machen? Wie funktionieren Schulversuche mit einer ganzen Klasse ? Für welche Klassenstufen sind welche Experimente geeignet? Dazu kommen Expertenvorträge zum Thema Sicherheit, MINT und Science Mobil.

Interesse? Hier geht es zum Programmflyer.

Lehrerfortbildung der Chemie-Verbände Baden-Württemberg in Bruchsal 2017

Foto: Chemie-Verbände Baden-Württemberg

Europäische Jugenddebattenreihe stoppt in Tarragona

Viele Bildungsexperten sehen europäische Schüler schlecht gerüstet für die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt. Digitalisierung und Globalisierung führen dazu, dass sich Bildungsstätten permanent verändern müssen, was nicht immer im Gleichschritt mit dem technischen Wandel geschieht. Um die Jugend von heute dabei zu unterstützen, den Anforderungen einer globalisierten Welt zu genügen, haben der Europäische Petrochemieverband EPCA und der Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope nach 2016 zum zweiten Mal die „European Youth Debating Competition“ (www.eydc.eu) ins Leben gerufen: Ziel der diesjährigen Debattenserie, die in sieben EU-Ländern stattfindet, ist es unter anderem, Jugendliche für naturwissenschaftliche Themen zu begeistern und die Bedeutung von petrochemischen Erzeugnissen für den digitalen Wandel zu beleuchten.

Den Auftakt der Debattenreihe machte diesmal Deutschland: In Neuss diskutierten etwa 50 Jugendliche zum Leitthema „People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?“ Hier geht’s zum Rückblick. Spanien ist nun die zweite Station auf der Debattenreise: Am 11. Mai entscheidet sich in Tarragona, welche drei spanischen Jugendlichen das Zeug dazu haben, beim Europafinale in Berlin im Rahmen der 51. EPCA-Jahrestagung dabei zu sein. Für Spannung ist auch diesmal wieder gesorgt, zeigte doch bereits die Neusser Debatte, wie engagiert, gut vorbereitet und zielstrebig die Jugend von heute argumentiert und diskutiert.

PlasticsEurope - EYDC 2017 - Neuss

Konzentrierte Atmosphäre beim deutschen Endausscheid der Jugenddebatte in Neuss

Mehr Informationen zum Europäischen Jugenddebattierwettbewerb von EPCA und PlasticsEurope bietet auf Twitter der Hashtag #youthdebate2017.

Kunos Doppel-Date bei Hamburg

Zukunftswerkstatt Buchholz II

Zukunftswerkstatt Buchholz

Junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern ist ein großes Ziel des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) und seiner Landesverbände. Daraus ist eine bereits langjährige Zusammenarbeit mit PlasticsEurope Deutschland und „Kunos coole Kunststoff-Kiste“ erwachsen: Die alltagsnahen Kunststoffversuche helfen bei VCI-Kongressen und MINT-Messen dabei, Lehrer und Schüler für die Chemie zu begeistern und durch Experimentieren Freude am naturwissenschaftlichen Unterricht zu erzeugen. Ganz aktuell fanden nun in Buchholz/Niedersachsen gemeinsam mit dem VCI Nord mehrere Kuno-Schulungen statt. Das dortige Studienseminar wollte Referendare unmittelbar vor dem zweiten Staatsexamen mit den Kunststoffexperimenten vertraut machen. Aus dieser Idee heraus entstanden schließlich zwei Veranstaltungen: Vormittags experimentierten die Referendare mit Kuno, nachmittags kamen Grundschullehrkräfte dazu. Und da Kuno nun gerade im Norden unterwegs war, gab es tags darauf gleich eine weitere Fortbildung im benachbarten Landkreis Lüchow-Dannenberg. Hier wie ihn Buchholz war die Resonanz wie eigentlich immer bei Kuno-Veranstaltungen äußerst positiv. Das macht Mut, dass bald ganz viele Schülerinnen und Schüler der Region Tolles über Chemie und Kunststoffe erfahren.

Zukunftswerkstatt Buchholz I

Lehrer beim Experimentieren in Buchholz

Zukunftswerkstatt Buchholz II

Referendare begeistern sich für die Kuno-Experimente